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Ausarbeitung Optimierung Tsuki

Einleitung

Der Tsuki ist sicherlich einer der bekanntesten, mit am meisten geübten und bei korrekter Ausführung auch effektivsten Techniken im Karate. Wenn im nachfolgenden Text von einem Tsuki die Rede ist, dann ist immer der „normale“ gerade Tsuki gemeint, mit gerader normaler Faust (Faustöffnung unten, alle Finger komplett geschlossen), egal ob in Oi- oder Gyaku-Ausführung. Ansonsten werden die anderen Formen immer mit dem entsprechenden Zusatz benannt, z.B. Mawashi-Zuki oder die Stellung der Faust oder der Finger wird explizit erwähnt, z.B. Tate oder Ippon-Ken.

Wichtig ist auch zu verstehen, dass der Begriff „Tsuki“ die eigentliche Aktion beschreibt und nicht die Anwendung selbst. Z.B. beschreibt ein „Stoß“ das Ergebnis bzw. den Zweck.

Beschreibung der unterschiedlichen zeitlichen Effektivitätsstufen

Beschreibt man den Tsuki nur anhand des Trefferzeitpunktes, können 3 Zeitpunkte definiert werden, welche auch gleichzeitig die Effektivität genau beschreiben. Natürlich spielt auch der Abstand/Position sowie der Winkel im Moment des Auftreffens eine Rolle. Um die nachfolgende Zeitbetrachtung etwas zu vereinfachen, setze ich jetzt mal voraus, dass im zeitlichen Verlauf im Moment des Treffens der optimale Abstand und der optimale Winkel zum Gegner besteht.

Effektivitätsstufe 1

Es beginnt damit, dass der Tsuki trifft, nachdem die eigentliche Vorwärtsbewegung beendet ist. Der Schritt ist gemacht und der Körper steht statisch in der neuen Position. In diesem Fall wird maximal nur die Energie übertragen, die sich aus der Bewegung des Tsuki-Armes ergibt. Die entsprechende Gegenkraft wird durch den Arm durch den statischen Körper über die Beine in den Boden abgeleitet, dort ebenfalls reflektiert (i.d.R. ist der Boden fest) und landet dann endgültig im gegnerischen Körper.

Der gesamte Körper ist/wird im Moment des Treffers gleichzeitig angespannt. Alle Muskeln sind fest. Auf einem höheren Level ist die Anspannung jedoch relativ leicht und auch nur auf der „Schlagwaffen“-Seite, z.B. Seiken. Da sich kurz vor dem Moment des Treffers nur der Arm bewegt, wird hier nur die kinetische Energie übertragen, die sich aus der Geschwindigkeit des Arms und dem Gewicht des Armes ergibt (2. Newtonsches Gesetz). Es erfolgt keinerlei Nutzung von Krafterzeugung durch Körperverschiebung. Jedoch wirkt die Reaktionskraft. D.h. dass die Kraft, die durch die Faust in den Körper des Gegners übertragen wird, wirkt genauso groß in die andere Richtung (der Faust und damit des eigenen Körpers) wirkt (3. Newtonsche Gesetz). Damit diese aber innerhalb des gegnerischen Körpers bleibt, ist es wichtig, den kompletten Körper anzuspannen und den Fuß komplett inkl. Ferse auf dem Boden zu lassen, da auch hier wieder die Kraft reflektiert bzw. durch uns absorbiert wird. Erst jetzt wirkt die Kraft wirklich auf das Ziel. Außerdem sagt das 3. Newtonsche Gesetz aus, dass es wichtig ist, eine ebenso schnelle und kraftvolle Hikite-Bewegung mit dem anderen Arm zu machen. Weiterhin kommt das 1. Newtonsche Gesetz zum Tragen, da die Geschwindigkeit des bewegten Körpers (hier der Arm) im Moment des Auftreffens innerhalb kürzester Zeit bis zum Stillstand abgebremst wird. Um möglichst viel Kraft zu übertragen, sollte deshalb der Arm solange wie möglich beschleunigt und nicht durch eigene Muskelkraft abgebremst werden, sondern durch den Widerstand des Gegners.

Da wie oben geschrieben in dieser Stufe keine Körperverschiebung und auch keine Körperrotation vorkommt, ist es besonders wichtig, hier die Körpervibration (Hüftvibration beim Ausatmen) als Krafterzeugung zu nutzen. Als Hüftvibration wird das folgende Bewegungsmuster bezeichnet: Der Schlag/Stoß beginnt mit der Bewegung der Hüfte. Erst danach folgt der Arm. Im Moment des Treffers geht die Hüfte wieder ein Stück zurück.

Effektivitätsstufe 2

Die zweite Effektivitätsstufe bzw. der zweite Trefferzeitpunkt eines Tsukis wäre exakt der Moment, in dem der vordere Fuß am Ende der Vorwärtsbewegung aufsetzt. Die Herausforderung hierbei besteht darin, ein exaktes Timing im eigenen Körper zu finden und eine perfekte Hand-Fuß-Bewegung zu synchronisieren. Immerhin bewegen sich unsere Arme durch ihr geringeres Gewicht und kleineren Muskeln im Vergleich zu den Beinen bedeutend schneller. Der Start der Faust an der Hüfte muss also extrem genau getimed sein. Betrachtet man diesen Tsuki aus dem Blickwinkel der Vektoraddition der Kräfte, so unterscheidet sich dieser Tsuki nicht von Stufe eins. Der Fuß hat gerade aufgesetzt und damit befindet sich eigentlich der Körper wieder in einer statischen Position. Das Wort „eigentlich“ ist hier bewusst gewählt. Sicherlich wird jeder bestätigen, dass ein Tsuki in Stufe zwei stärker ist. Doch woran liegt das? Analysiert man sich selbst während des Bewegungsablaufes, so wird man feststellen, dass zwar der Fuß aufgesetzt hat und nun statisch ist, der Körper sich aber trotzdem weiterhin nach vorn bewegt, weil das hintere Bein noch etwas nachdrückt und das vordere Bein auch noch etwas über das Knie schiebt. Die maximal übertragbare Kraft unterscheidet sich also nicht zu einem Tsuki, der im Stehen mit Körperverschiebung innerhalb einer statischen Stellung durch Vorspannung im hinteren Bein erzeugt wird. Allerdings ist diese Zwischenstufe auf dem Weg von Trefferzeitpunkt 1 zu 3 wichtig, um das Timing innerhalb des Körpers zu ergründen und zu verbessern.

Der gesamte Körper ist/wird im Moment des Treffers gleichzeitig angespannt. Alle Muskeln sind fest. Kurz vor dem Moment des Treffers bewegt sich der Arm und der Körper ab Oberschenkel aufwärts (da die Füße schon an ihrer endgültigen Position stehen). Die Bewegung des Körpers ist aus diesem Grund auch schon abgebremst, die Geschwindigkeit deshalb niedrig. Die übertragbare kinetische Energie setzt sich deshalb aus der Geschwindigkeit und dem Gewicht des Arms und der Geschwindigkeit und dem Gewicht des Oberkörpers zusammen und ist demzufolge etwas höher, als in Effektivitätsstufe 1. Es erfolgt eine geringfügig höhere Nutzung der Krafterzeugung durch Körperverschiebung.

Effektivitätsstufe 3

Der letzte und dritte mögliche Trefferzeitpunkt ist demzufolge noch während der Vorwärtsbewegung, bevor der vordere Fuß aufsetzt. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, muss der Trefferzeitpunkt so kurz wie möglich vor dem Aufsetzen des Fußes erreicht werden. Warum möglichst so kurz davor? Der gesamte Körper befindet sich momentan in Bewegung. Kraft ist Masse mal Geschwindigkeit. Die eigene Masse kann man (in diesem kurzen Moment) nicht ändern. Die Geschwindigkeit hängt jedoch von der zurückgelegten Wegstrecke ab, wenn man davon ausgeht, dass der Körper über die gesamte Wegstrecke hinweg beschleunigt wird. Dies sollte ja ein Teil des idealen Gesamtablaufes sein. Je später man also innerhalb der Bewegung trifft, umso höher ist die Geschwindigkeit und desto mehr Kraft wird übertragen. Die kinetische Energie des Körpers geht jedoch unmittelbar mit Aufsetzen des Fußes verloren (siehe Trefferzeitpunkt 2). Man muss also noch innerhalb der Bewegung sein bzw. ganz knapp vor Ende der Beschleunigungsphase, um die kinetische Energie des bewegten Körpers mit der kinetischen Energie des bewegten Armes zu kombinieren.

Zum Zeitpunkt des Treffers ist der gesamte Körper noch in Bewegung. Die Bewegung des Armes erfolgt in einer anderen Geschwindigkeit, als der Rest des Körpers. Deshalb kommt hier die volle Vektoraddition der Kräfte zum Tragen (Newton: Superpositionsprinzip der Kräfte). Die übertragbare kinetische Energie besteht aus der Geschwindigkeit und dem Gewicht des Armes und der Geschwindigkeit und dem Gewicht des kompletten Körpers. Während der Bewegung sind alle Muskeln im Körper und Gliedmaßen so weit wie möglich entspannt und werden ausschließlich zur Beschleunigung benutzt. Im Moment des Treffens spannen sich die Muskeln an, jedoch nicht im ganzen Körper gleichzeitig, sondern in einer Art Muskelspannungswelle, die den Körper, beginnend mit der Faust in Richtung hintere Ferse durchläuft. Die nachfolgende Liste zeigt den Ablauf und Richtung der Muskelspannungswelle und welche Muskeln angespannt werden (Es werden nur die wichtigsten Muskel[gruppen] erwähnt:

Optimierung Trefferzeitpunkt und Position des Armes

Jetzt kombinieren wir noch den optimalen Trefferzeitpunkt der Körperverschiebung mit dem optimalen Trefferzeitpunkt der Arm-Stoß-Bewegung. Die optimale Endposition des Armes sollte also möglichst exakt mit dem optimalen Zeitpunkt der Körperverschiebung zusammenfallen. Doch was ist die optimale Endposition des Arms bei einem Tsuki? Vorherrschend besteht die Lehrmeinung, dass der Arm fast gestreckt ist, die Drehung der Faust so kurz wie möglich vor dem Treffer erfolgt, das Handgelenk nicht abgeknickt und die Faust richtig geschlossen ist. Außerdem sollte der Ellenbogen so weit wie anatomisch möglich nach unten zeigen (Faust bzw. Unterarm drehen, nicht den ganzen Arm). Beim Training am Makiwara und auch an Trainingspartnern hatte ich jedoch das Gefühl, ein Tate-Zuki (egal ob Oi oder Gyaku) wäre stärker/kraftvoller. Zunächst dachte ich, mein Oi- oder Gyaku-Zuki wäre einfach von der Technik her nicht gut genug. Nach langem Überlegen, insbesondere im Hinblick auf einen möglichst nicht mehr blockbaren Tsuki, kam ich jedoch zu einem anderen Ergebnis. Wenn man den Tsuki-Arm so spät wie möglich vor dem Treffen dreht, ist es für den Gegner fast unmöglich, den Tsuki zu blocken. Eine Erklärung dafür ist, dass vor dem Drehen des Arms die offene Seite der Faust nach oben zeigt. In dieser Position (Ura-Zuki) mit fast komplett gestrecktem Arm ist bei Anspannung der Faust bis in den kleinen Finger die komplette Unterarmmuskulatur, der Bizeps und der Trizeps angespannt (also der ganze Arm ist fest). Nach Eindrehen der Faust/des Unterarmes zum normalen Tsuki ist es nicht mehr möglich, den Bizeps anzuspannen. Der Unterarm ist fest, Trizeps auch, Bizeps nicht. Halte ich jedoch die Drehung auf der Hälfte an, also Tate, dann kombiniere ich die Abschlussdrehung mit der Möglichkeit, alle Armmuskeln anzuspannen. Der Bizeps ist also auch fest, wenn auch nicht so extrem, wie bei einem Ura-Zuki. Jetzt könnte man auf den Gedanken kommen, dass dann ja ein Ura-Zuki noch stärker sein müsste. Ein normaler Ura-Zuki hält in seiner Bewegung jedoch viel früher an, der Arm hat also einen nur einen halb so langen Weg zurückzulegen und demzufolge auch nur die Hälfte des Weges zur Beschleunigung.

Optimierung der Körperverschiebung

Bei der Körperverschiebung werden gerne Fehler gemacht (z.B. Ferse oben oder hinteres Bein gestreckt) bzw. werden Einzelheiten der Bewegungsabfolge nicht (Absenken) oder in falscher Reihenfolge (Heranziehen des Beines) ausgeführt. Um einen optimalen Tsuki anzubringen, ist es essentiell, die Körperverschiebung korrekt auszuführen.

Es beginnt mit einer maximal möglichen Lockerheit im gesamten Körper. Locker bedeutet, dass nur die unmittelbar an der aktuellen Stellung beteiligten Muskeln soweit angespannt sind, dass man nicht in sich zusammenfällt. Ein klein bisschen Vorspannung in den hinteren Beinmuskeln ist nicht verkehrt.

Als erstes entspannt man die Beinmuskeln für einen sehr kurzen Moment. Als Folge davon bewegt sich der Körper durch die Gravitation etwas nach unten. Achtet man darauf, die Fersen am Boden zu lassen, endet diese vertikale Körperverschiebung an dem Punkt, an dem die eigene Beweglichkeit nicht mehr her gibt. An diesem Punkt sind dann die Beinmuskeln, und ganz speziell die Faszien, optimal vorgespannt. Diese Vorspannung im hinteren Bein sollte sich jetzt so explosiv wie möglich entladen. Da die Ferse immer noch auf dem Boden steht, drücken wir uns also mit dieser Kraft sofort vom Boden ab (Reaction Force bzw. Ground Power) und strecken so schnell wie möglich das hintere Bein. Wichtig ist, dass wir die Kraft, die in der Hüfte ankommt, nach vorn leiten und nicht nach oben. Dies geht, wenn man die Hüfte auf der Höhe lässt, auf der sie am Beginn war. Als Folge dessen verschiebt sich die Hüfte und damit auch unser Körperschwerpunkt auf einer geraden Linie nach vorn. Außerdem verschiebt sich dabei auch das vordere Knie etwas nach vorn (man muss das Knie also nicht explizit als erstes nach vorn schieben, das passiert automatisch).

Jetzt erfolgt sofort wieder eine Entspannung der hinteren Beinmuskeln, um so schnell wie möglich das hintere Bein unter den Körperschwerpunkt zu ziehen. Dies geschieht durch Kontraktion der Adduktoren im Oberschenkel. Die Beine schließen sich dadurch. Da sich währenddessen der Körper weiter auf einer horizontalen Linie nach vorn bewegt, erreicht man dann die Position, an der sich der Körper gerade über dem vorderen Fuß befindet und durch Einhalten der ursprünglichen Hüfthöhe und der Beingeometrie ist zu diesem Zeitpunkt das ehemals vordere Bein in der schon oben beschriebenen optimalen Vorspannung. Dieses Bein nutzt eben diese Vorspannung, um mit den gleichen Mitteln (Ferse unten, explosives Abdrücken vom Boden, Einhalten der horizontalen Bewegung) den Körper weiter nach vorn zu beschleunigen.

Es beginnt also mit dem hinteren Bein und das hintere Bein übergibt die Arbeit ab Mitte der Bewegung an das vordere Bein. Wichtig ist, die beiden Bewegungen zu kombinieren, also den zweiten Teil als Fortsetzung des ersten Teiles zu betrachten. Es geht nicht darum, den Körper zweimal zu beschleunigen, sondern die erste Beschleunigung durch die zweite Beschleunigung zu unterstützen und fortzuführen.

Der korrekte Ablauf ist stellungsneutral (da Grundprinzip der Krafterzeugung im Karate) und im Prinzip auch auf Rückwärtsbewegungen anwendbar. In Abhängigkeit der Stellung entfällt evtl. Punkt 1 (Absenken, um Vorspannung zu erzeugen – weil in der entsprechenden Stellung schon Vorspannung da ist, z.B. Zenkutsu-Dachi) und es beginnt sofort mit dem Abstoßen vom Boden.

Optimierung des Tsuki-Bewegungsablaufes

Der Startpunkt für einen Tsuki liegt oberhalb des Hüftknochens und ist von der eigenen Armlänge abhängig. Lässt man den Arm normal herunter hängen, dann ist die Höhe der Armbeuge bzw. des Ellenbogengelenks die optimale Stelle, an der die Faust liegen sollte. Je nach eigener Anatomie kann man die Position noch etwas nach unten korrigieren. Bei mir wäre an der beschriebenen Position der Bizeps zu sehr angespannt. Ich wäre also nicht locker genug, um schnell starten zu können.

Die Faust ist geschlossen, jedoch nicht angespannt. Lockerheit ist, wie schon beschrieben, das oberste Ziel. Der optimale Startzeitpunkt ist durch langes Üben und in Abhängigkeit des gewünschten Trefferzeitpunktes selbst zu finden.

Die Bewegung beginnt auf jeden Fall mit gerader Hüfte, d.h. eine vorher evtl. abgedrehte Hüfte muss vorher schon gerade gerückt sein. Der Arm schleift so lange wie möglich am Körper, die Faust bewegt sich aber direkt auf das Ziel zu. D.h., wenn der Ellenbogen oder Arm vom Körper wegklappt oder die Faust Richtung Körperinnenseite bewegt wird, resultiert daraus eine nicht lineare, sondern schlingernde Bewegung. Energie geht in die falsche Richtung verloren und der zurückzulegende Weg verlängert sich.

Sobald es nicht mehr möglich ist, den Arm oder Ellenbogen am Körper zu lassen ohne die Zielrichtung zu ändern, verlässt der Arm den Körperkontakt und bewegt sich auf einer gerade Linie zum Ziel. Die Faustöffnung zeigt immer noch nach oben und der Ellenbogen nach unten. Alle Muskeln sind soweit wie möglich immer noch entspannt. Es hilft, nicht an die Faust oder Unterarm zu denken, sondern im Kopf den Ellenbogen zum Gegner zu schieben. Man benötigt für den Start nicht die Armmuskeln, sondern die Brustmuskeln. Die Armmuskeln übernehmen erst später in der Streckphase.

Erst im allerletzten Moment wird der Unterarm eingedreht (s.o.) und in der gewünschten Endposition kurz arretiert. Im gleichen Moment wird die geschlossene Faust angespannt, in dem bewusst Zeige- und Mittelfinger eingerollt werden, der Daumen fest schließt und am allerwichtigsten, der kleine Finger eingerollt und fest ist. Erst dann ist die Faust richtig angespannt. Der kleine Finger regelt außerdem die Anspannung der Unterarmmuskulatur, die Endstellung der Faust hinsichtlich Trefferfläche und die Größe der Trefferfläche.

In diesem Moment geht auch eine Welle der Muskelanspannung durch den Körper, um die Aufschlagenergie in den Boden und wieder zurück in den Gegner zu leiten. Die Welle bewegt sich wie die Energie von der Faust über den Arm in die Schulter/Rücken durch den Körper in die Hüfte und von dort ins hintere Bein bis zur Ferse. Am Ende ist die komplette Wegstrecke angespannt.

Die Schwierigkeit des Ganzen liegt zum einen an der möglichst späten Drehung des Unterarmes, die Lockerheit in den Gliedern bis zum Treffer beizubehalten und der möglichst kurzen Muskelkontraktion in der Reihenfolge der Welle zum Zeitpunkt des Treffens.

Schlusswort

Je höher die Effektivität, umso schwieriger wird auch die Erreichung des entsprechenden effektiven Timings. Aus diesem Grund lehrt man die Arten auch in der Reihenfolge von leichter Ausführung (Timing bzw. Effektivitätsstufe 1) hin zu schwieriger Ausführung (Timing bzw. Effektivitätsstufe 3) in Abhängigkeit des erreichten Gürtelgrades. Die korrekte Ausführung der Körperschiebung als Krafterzeugung bzw. die richtige Bewegungsfolge eines Tsuki sollte jedoch von Anfang an richtig gelehrt werden.
©Stephan Pilz, Niederschöna am 07.11.2019

Essay about optimizing Tsuki

Introduction

The Tsuki is certainly one of the most well-known, most practiced and with correct execution also most effective karate technique. If in the following text a Tsuki is mentioned, then always the "normal" straight Tsuki is meant with a straight normal fist (fist open side to the bottom, all fingers completely closed), whether in Oi or Gyaku execution. Otherwise, the other forms are always named with the corresponding additive, e.g. Mawashi-Zuki or the position of the fist or fingers is explicitly mentioned, e.g. Tate or Ippon-Ken.

It is also important to understand that the term "tsuki" describes the actual action and not the application itself. For example, a "push" describes the result or purpose.

Describe the different temporal effectiveness levels

Describing the Tsuki only on the base of the hit time, 3 types can be defined, which also describe the effectiveness. Of course, the distance / position and the angle at the moment of impact also plays a role. In order to simplify the following time consideration, I now presuppose that the optimal distance and the optimal angle to the opponent will be in the moment of impact.

Level 1

It begins that the Tsuki hit after the actual forward movement is completed. The step is done and the body is statically in the new position. In this case, only the energy resulting from the movement of the Tsuki armes is transferred. The corresponding counterforce is derived by the arm through the static body through the legs into the ground, where it is also reflected (usually, the ground is solid) goes the same way back and then ends up in the enemy's body.

The entire body is simultaneously tense at the moment of the hit. All muscles are tight. However, at a higher level, the tension is relatively light and only on the "striking weapon" side, i.e. Seiken. Since only the arm moves just before the moment of the hit, only the kinetic energy is transferred here, which results from the speed of the arm and the weight of the arm (Newton's 2nd law). There is no usage of force generation by body shifting. However, the reaction force acts. That means, that the force transmitted through the fist into the body of the opponent works just as great in the other direction (the fist and thus of the own body) (Newton's 3rd law). But to keep it within the enemy's body, it is important to tense the entire body and to leave the foot completely on the ground, including the heel, as again the force is reflected or absorbed by us. Only now does the power really affect the goal. In addition, the 3rd Newton's Law states for, that it is important to make an equally fast and powerful hikite move with the other arm. Furthermore, the first Newton's law comes into play, because the speed of the moving body (here the arm) is braked at the moment of impact within a very short time to a standstill. In the maximum amount of power to transmit the arm should be accelerated as long as possible and not slowed down by your own muscle power, but by the resistance of the opponent.

Because, as written above, there is no body shifting and no body rotation at this stage, it is particularly important to use body vibration (hip vibration during exhalation) as force generation. The following movement pattern is called hip vibration: The stroke begins with the movement of the hip. Only then does the arm follow. At the moment of the hit, the hip goes back a little bit.

Level 2

The second stage or the second hit time of a Tsuki would be exactly the moment in which the front foot touches down at the end of the forward movement. The challenge here is to find an exact timing in your own body and to synchronize a perfect hand-foot movement. After all, our arms move much faster than their legs because of their lower weight and smaller muscles. The start of the fist on the hip must therefore be extremely accurately timed. Looking at this Tsuki from the point of view of the vector addition of forces, this Tsuki does not differ from step one. The foot has just touched the ground and so the body is actually back in a static position. The word "actually" is intentionally chosen here. Surely everyone will confirm that a Tsuki is stronger in level two. But why is it like that? If you analyze yourself during the procedure of the movement, you will find that although the foot has touched down and is now static, the body still continues to move forward, because the back leg is still a bit pushing and the front leg pushes also slightly over the knee. The maximum transmissible force does not differ to a Tsuki, which is made while standing inside a static position and with body shifting using pre tension in the back leg only. However, this intermediate stage on the way from hit level 1 to 3 is important in order to discover and improve the timing within the own body.

The entire body is simultaneously tense at the moment of the hit. All muscles are tight. Shortly before the moment of the hit, the arm and the body move from the thighs upwards (because the feet are already in their final position). The movement of the body is already slowed down for this reason, the speed is therefore low. Therefore, the transmittable kinetic energy is composed of the speed and weight of the arm and the speed and weight of the upper body, and thus is slightly higher than in Step 1. There is a slightly greater use of force generation by body shifting.

Level 3

The last and third possible hit time is therefore still during the forward movement, before the front foot touches down. To achieve the best effect, the hit time must be reached as short as possible before putting on the foot to the ground. Why, if possible, so close to it? The entire body is currently in motion. Force is mass multiplied with speed. You can not change your own mass (in this short moment). However, the speed is related to the distance traveled, assuming that the body is accelerated over the entire distance. This should be part of the ideal overall process. The later you impact within the movement, the higher the speed and the more power is transferred. However, the kinetic energy of the body is lost immediately when the foot is put on the ground (see hit level 2). So you have to be within the movement or just before the end of the acceleration phase to combine the kinetic energy of the moving body with the kinetic energy of the moving arm.

At the time of the hit, the entire body is still in motion. The movement of the arm takes place at a different speed than the rest of the body. Therefore, the full vector addition of forces comes into play here (Newton: Superposition Principle of Forces). The transferable kinetic energy consists of the speed and weight of the arm and the speed and weight of the entire body. During the motion, all muscles in the body and limbs are relaxed as much as possible and are used exclusively for acceleration. At the moment of the hit, the muscles tense, but not at the same time throughout the body, but in a kind of muscle tensing wave, which passes through the body, starting with the fist towards the rear heel. The following list shows the course and direction of the muscle tension wave and which muscles are tense (only the most important muscle groups are mentioned):

Optimization of the impact time and position of the arm

Now we combine the optimal impact time of the body shifting with the optimal impact time of the arm-push movement. The optimal end position of the arm should therefore coincide as exactly as possible with the optimal time of body shifting. But what is the optimal end position of the arm in a Tsuki? The prevalent instructive opinion is that the arm is almost stretched, the fist is twisted as short as possible before hitting, the wrist is not kinked, and the fist is properly closed. In addition, the elbow should point down as far as anatomically possible (turn the fist or the forearm, not the whole arm). When training on Makiwara and training partners, however, I had the feeling of a Tate-Zuki (whether Oi or Gyaku) would be stronger / more powerful. At first, I thought my Oi- or Gyaku-Zuki was just not good enough in technology execution. After much reflecting myself, especially with regard to a Tsuki that was no longer blockable, I came to a different conclusion. Turning the Tsuki arm as late as possible before the impact makes it almost impossible for the opponent to block the Tsuki. One explanation for this is, before turning the arm, the open side of the fist faces up. In this position (Ura-Zuki) with almost completely stretched arm, the entire forearm musculature, the biceps and the triceps are tense when the fist is tense to the little finger (ie the whole arm is tensed). After twisting the fist / forearm to the normal Tsuki it is no longer possible to tense the biceps. The forearm is tensed, triceps too, biceps not. However, if I stop the rotation in half, so Tate, then I combine the final rotation with the ability to tense all the arm muscles. The bicep is also tensed, but not so extreme as a Ura-Zuki. Now you could come up with the idea that a Ura-Zuki would have to be even stronger. A normal Ura-Zuki, however, stops much earlier in its movement, so the arm has only the half of distance to travel, and consequently only the half of the way for acceleration.

Optimization of Tsuki motion sequence

The starting point for a Tsuki is located above the hip bone and depends on the own arm length. If you let the arm hang down normally, then the height of the elbow is the optimal place to position your fist. Depending on your own anatomy, you can correct the position slightly downwards. For me, in the described position my biceps would be too tense. So I would not be relaxed enough to start fast.

The fist is closed, but not tensed. Relaxation is, as already described, the ultimate goal. The optimal start time can be found by practicing for a long time and depending on the desired hit time.

The movement definitely starts with a straight hip, i. a previously possibly twisted hip must have already moved straight before. The arm grinds as long as possible on the body, but the fist moves directly to the target. That is, when the elbow or arm is folded away from the body or the fist is moved toward the inside of the body, it results in a non-linear but lurching motion. Energy is lost in the wrong direction and the path to be target is longer.

As soon as it is no longer possible to leave the arm or elbow on the body without changing the target direction, the arm leaves the body contact and moves on a straight line to the target. The fist opening still points up and the elbow down. All muscles are still as relaxed as possible. It helps to not think about the fist or forearm, but to push the elbow in the direction to the opponent. You do not need the arm muscles for the start, but the chest muscles. The arm muscles take over later in the stretching phase.

Only at the very last moment, the forearm is screwed in (see above) and briefly locked in the desired end position. At the same moment the closed fist is tense, in which consciously index and middle finger are furled, the thumb firmly closes and most importantly, the little finger is furled, contracted and tensed. Only then is the fist really tensed. The little finger also regulates the tension of the forearm muscles, the final position of the fist regarding to the target area and the size of the target area.

At that moment, a wave of muscle tension goes through the body to route the impact energy into the ground and back into the opponent. The wave moves like the energy from the fist over the arm in the shoulder / back through the body to the hips and from there to the back leg to the heel. In the end, the entire route is tensed.

The difficulty of the whole is as late as possible rotation of the forearm, to maintain the relaxation in the limbs to the hit and the shortest possible muscle contraction in the order of the wave at the time of impact.

Optimization of Body Shifting

In the case of body shifting, mistakes are made (e.g., heel up or back leg stretched) or details of the sequence of movements are not performed (shift down) or in the wrong order (pulling the leg). In order to apply an optimal Tsuki, it is essential to perform the body shifting correctly.

It starts with maximum possible relaxation throughout the body. Relaxation means that only the muscles directly involved in the current position are so tight that I does not collapse. A little bit of pretension in the back leg muscles is not wrong.

First relax the leg muscles for a very short moment. As a result, the body moves down a bit by gravity. If you pay attention to keeping your heels on the ground, this vertical body shifting ends at the point where your own mobility is able to do. At this point, then the leg muscles, especially the fascia, are optimally pretentioned. This back leg pretension should now unload as explosively as possible. Since the heel is still on the ground, we push with this force immediately from the ground (Reaction Force or Ground Power) and stretch as fast as possible, the rear leg. The important thing is that we route the force that arrives at the hip to the front, not upwards. This works if you keep your hip at the height it was at the beginning. As a result, the hip and thus our center of gravity moves on a straight line forward. In addition, the front knee also shifts slightly forward (you do not have to push the knee first, that happens automatically).

Now, the back muscles immediately relax to pull the back leg under the center of gravity as quickly as possible. This is done by contraction of the adductors in the thighs. The legs close. As the body continues to move forward on a horizontal line, the position where the body is just above the front foot is reached, and by maintaining the original hip height and the leg geometry, the formerly front leg is already in place of optimal pretension, described above. This leg uses just this pretension to accelerate the body further forward by the same means (heel down, explosive pushing, keeping horizontal movement).

So it starts with the back leg and the back leg transfers work to the front leg from the middle of the movement. It is important to combine the two movements, so to consider the second part as a continuation of the first part. It's not about accelerating the body twice, but supporting and continuing the first acceleration through the second acceleration.

The correct sequence is position-neutral (basic principle of the power generation in Karate) and in principle also on backward movements applicable. Depending on the stance, it may be necessary to omit point 1 (moving down to create pretension - because pretension is already present in the corresponding stance, for example Zenkutsu-Dachi) and it immediately starts by pushing to the ground.

Conclusion

The higher the effectiveness, the more difficult it will be to achieve the appropriate effective timing. Thats why you teach these types in the order from easy execution (timing 1) to difficult execution (timing 3) depending on the degree of reached rank. The correct execution of the body shifting as power generation and the moving sequence of a Tsuki, however, should be taught right from the start.
©Stephan Pilz, Niederschöna, Nov. 07. 2019